Nicht Geschenkt #hartverdient
Shownotes
NICHT Geschenkt #HARTVERDIENT ist unser Motto, wenn es um Rente, Gesundheit und soziale Sicherheit geht. In diesen Tagen wird in der Politik viel über Reformen gesprochen. Nicht immer ist dabei eindeutig, was hinter den Begriffen steht. Darüber habe ich mit Leonie Knoll gesprochen, Regionsgeschäftsführerin der DGB Region Stuttgart. Was plant die Politik rund um den Sozialstaat? Wie sieht unsere Bewertung als DGB aus? Was sind die Aktionen des DGB, damit wir Druck auf die Politik aufbauen können?
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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zum Arbeitswelt-Podcast heute aufgenommen im Büro.
00:00:05: Wir wollen ja mal gesagt, seit es kein Video mehr gibt soll ich das dazu sagen weil die Leute sonst irritiert sind dass es anders klingt.
00:00:10: Ich hoffe er ist jetzt die Akustik gut und man hört die Klimaanlage nicht so laut.
00:00:15: Und abgesehen davon dass das heute mein Büro aufgenommen wird Ist auch der restliche Ablauf zumindest etwas anders.
00:00:23: wir fangen heute nicht an mit einem Trivia über die Gewerkschaftsgeschichte sondern mit ein hochaktuellen Programm, nämlich ein Programm für Aufschwung und Beschäftigung.
00:00:33: Da war heute nämlich eine Pressekonferenz in der das vorgestellt wurde.
00:00:39: Das fängt an mit bedeutung schwangeren Worten.
00:00:41: wir leben in einer Zeit der Veränderungen.
00:00:44: viele Bürgerinnen und Bürger sorgen sich um die Zukunft, um ihre Arbeit und um die Sicherheit des Landes Und dann folgen die Maßnahmen welche die Regierung anstrebt um dem gerecht zu werden.
00:00:56: damit werde ich heute mit meinem Gast reden über den Sozialstaat allgemein und über diese Maßnahmen im Konkreten sowie den Maßnahmen allgemeinen, die ja eigentlich angekündigt waren für letztes Jahr schon unter dem Motto Herbst der Reformen.
00:01:11: Der ist dann in dieser Form nicht gekommen aber wir wissen jetzt es bald wiederherbst und jetzt stehen auch wirklich Reformen an.
00:01:20: was sind also?
00:01:20: Was ist denn dieser ersten Welle vorgeschlagen?
00:01:24: Das Ganze fängt an mit der Rente.
00:01:25: Da wird sich auf die Alterssicherungskommission bezogen, das haben alle Zuhörerinnen und Zuhöre mitbekommen, dass es da Vorschläge gibt.
00:01:33: Die werden hier noch mal als welche tituliert, die mit einem großen Sachverstand vorgestellt wurden und die man entsprechend in ein Gesetzespaket auch umsetzen will – und zwar bis Ende im Jahr zwanzig sechsundzwanzig soll das dann den Deutschen Bundestag verabschiedet werden.
00:01:51: Der nächste Punkt sind Steuern.
00:01:52: Da sollen vor allem Bürgerinnen und Bürger entlastet werden im Zusammenhang mit der Einkommenssteuer.
00:01:59: Es wird auch noch auf die Steuerausfälle eingegangen, da werden wir bestimmt später noch genauer drauf eingehen.
00:02:06: Und dann kommt ein großer Punkt für ein gewerkschaftliches Publikum und für alle Leute, die arbeiten Vermutlich nicht unwichtig ist.
00:02:13: erst überschrieben mit dem Arbeitsmarkt.
00:02:15: Da können wir uns mal ein zwei Punkte rausgreifen.
00:02:20: am spannendsten fand und finde, vielleicht unser Gast da ja auch noch selber was anderes highlighten.
00:02:28: Das Ganze fängt an mit dem Ziel Beitrag zur Arbeitslosenversicherung.
00:02:32: das soll stabil gehalten werden und auch die Handlungsfähigkeiten der Bundesagentur für Arbeit sollen gesichert werden.
00:02:40: ansonsten die steuerliche Begünstigung von Sonnen- und Feiertagszuschlag werden obergrenzen geändert Und die sachgrundlose Befristung soll jetzt bis zu einer Maximaldauer von bis zu forty- acht Monaten gelten und bis zur sechsmal Verlängerung möglich sein.
00:03:00: Und dann gibt es noch verschiedene Maßnahmen, die Arbeitsmarktdrehscheibe.
00:03:08: das ist ein Instrument was wir auch als Gewerkschaft immer wieder unterstützt haben soll jetzt nochmal Großflächiger eingeführt werden, soll ein Programm zur zweiten Chance etabliert werden mit dem Ziel die Zahl der Jugendlichen ohne Schulabschluss sowie der Jugendliche ohne Ausbildungsabschluß deutlich zu reduzieren.
00:03:28: Also es geht darum Leute insgesamt mehr in Arbeit zu bringen und diese Arbeit für das Kapital attraktiver zu gestalten.
00:03:39: Das geht dann bis hin zu den telefonischen krank Schreibungen, die jetzt endgültig abgeschafft werden sollen.
00:03:47: Das ist ja auch schon länger ein Thema.
00:03:50: Außerdem – das lese ich einfach mal vor, da können wir uns auch gleich in Ruhe darüber unterhalten!
00:03:55: Wir führen eine verpflichtende Vorlage der EU-Bescheidigung ab dem ersten Tag der Erkrankung sowie im Rahmen der Umsetzung des Primärarztgesetzes eine Termingarantiefachärzte ein.
00:04:07: Darüber hinaus etablieren wir eine gesetzlich geregelte Infarktvorsorge.
00:04:12: Gut, und dann gibt's noch Maßnahmen zur Wachstum- und Gerechtigkeit.
00:04:14: Und bevor ich jetzt mehr gede, dieses Papier wird demnächst öffentlich geben?
00:04:19: Vielleicht ist das schon öffentlich oder veröffentlicht?
00:04:20: Das könnte sein!
00:04:22: Ich weiß es nicht.
00:04:23: Es wurde zumindest heute Morgen vorgestellt...
00:04:25: Es wurde heute morgen vorgestellt falls er schon öffentlich ist.
00:04:29: Wir nehmen die Sendung gerade auf kurz bevor sie veröffentlich wird.
00:04:33: also wenn ihr sie direkt heute am zweiten Juli anhört, dann ist sie sozusagen frischer kann sie kommen sein aus?
00:04:40: wir würden live senden.
00:04:43: Wenn sie da schon veröffentlicht ist, tue ich Sie euch in die Catchings hängen.
00:04:47: Soweit also mal einen kurzen Blick an ein Programm für Aufschwung und Beschäftigung heute zur Folge wo es um den Sozialstaat gehen wird.
00:04:56: Damit gehen wir rein ins Intro und dann wie immer zu unserem Gast.
00:05:04: Hallo Peter, schön
00:05:14: dass ich da sein darf.
00:05:16: Ja schön das es geklappt hat.
00:05:18: wir haben ja ab und zu was miteinander zu tun geschäftlich aber bevor ich das vornehme unsere Gäste stellen sich hier immer selber vor.
00:05:26: deswegen bleibt mir an der Stelle nur die freche Nachfrage Leonie wer bist
00:05:30: denn du?
00:05:32: Ich bin seit Februar diesen Jahres bin ich ja quasi deine Chefin und da wird Regions-Geschäftsführerin der DGB Region Stuttgart.
00:05:45: Ich war davor, vier Jahre lang, weil ich Landesjugendsekretärin hier beim DGB habe also auch schon ein bisschen Erfahrung hier gesammelt.
00:05:52: Komm ursprünglich aus der IG Metall hab nicht den klassischen gewerkschaftlichen Weg getan sondern bin über Studium zu IG Metall gekommen.
00:06:01: Ich glaube das ist auch nicht so üblich.
00:06:04: Hab sehr viel Bildungsarbeit gemacht dann auch für die DGB Jugend sehr lange Ehrenamtliche in der Bildungsarbeit aktiv gewesen und seit Jahrzehntzwanzig jetzt hauptamtlich beim DGB Und seit diesem Jahr jetzt auch die Regionsgeschäftsführung für Stuttgart.
00:06:17: Du hast auch nicht den üblichen Studiengang für die Werkschaftskriterie gemacht, wenn man so machen will?
00:06:22: Was hast du denn studiert?
00:06:23: Ich habe in Frankfurt Soziologie und Ethnologie studiert... ...und dann bin ich nach Hamburg gegangen und habe internationale Krimiologie studieren.
00:06:31: Warum
00:06:32: Kriminologie?!
00:06:34: Also sagen wir mal so!
00:06:35: Es passt doch ein bisschen zum Thema heute.
00:06:39: Ich erzähle die Story immer so gerne.
00:06:41: Ich dachte immer, ich muss irgendwie Menschen helfen und ich will irgendwas tun.
00:06:45: Und dann dachte ich so ja wissenschaftlich ist es auf jeden Fall richtig gut!
00:06:49: Es kamen ganz viele Ideen bei mir auch von Staatsanwältin zu Anwältinnen zu irgendwie ich gehe zur Polizei oder was weiß ich weil das in meinem Denken drin war.
00:06:58: damit veränder ich die Welt und konkret tue ich etwas für Menschen.
00:07:03: Und dann habe ich meinen Masterstudiengang angefangen in der Krimonologie, war es schnell konfrontiert auch mit Bildungsungleichheit als ... Ich glaube, wir waren im Studiengang damals, also im Jahrgang.
00:07:15: Und ein Kollege und ich waren die Einzigen, die keine akademiker Kinder waren.
00:07:21: Und ich hab auch schnell durch Kommilitonen gelernt, dass es Unterschiede gibt, sagen wir mal so.
00:07:28: Das kam von einem das ... sehr viele in diesem Studiengang sich komplett durch ihre Eltern finanziert haben und ein gutes Leben geführt haben, ich aber drei Jobs noch mehr irgendwie gemacht habe.
00:07:40: Aber auch das mir immer wieder erklärt wurde von unseren Professoren
00:07:45: etc.,
00:07:45: dass gewisse Themen die ich ansprechen will, dass ich niemals Geld dafür kriegen würde – und ich suche deswegen gar nicht weiter denken soll!
00:07:53: Genau, und das hat mich immer mehr in die Gewerkschaftswelt getrieben.
00:07:57: Ich würde mal sagen auch vom ehemamtlichen Herrn von der Bildungsarbeit weil ich da auch gedacht habe okay wenn nicht nur einen Kollegen in so einer Berufsklasse erreiche und der sich eine Gewerksamkeit anschließt oder auch mal darüber nachdenkt was ist eigentlich ein Betriebsrat?
00:08:12: Habe ich sowas?
00:08:13: Was sind eigentlich meine Rechte auch in der Ausbildung?
00:08:16: Das hat mich dann irgendwie... gefestigt in meinem Denken, ich will weg von der wissenschaftlichen Welt.
00:08:22: Ich will weg vom juristischen Welt oder der ausführenden Kraft.
00:08:26: sagen wir mal so seinen Ehr hinzu Wie kann ich konkret Lebensrealitäten von Menschen verändern?
00:08:34: und das hat mich jetzt hierher gebracht.
00:08:37: Und jetzt sind wir ja auch damit konfrontiert dass sich die Lebens realitäten den menschen erst einmal ganz ohne uns beendern und auch nicht unbedingt in unserem Sinne.
00:08:46: Deswegen fangen wir doch mal das große Thema Sozialstaat mit einer Kampagne an, die wir als Gewerkschaften ja gerade auch vorantreiben.
00:08:55: Nämlich Kommunen am Limit.
00:08:58: Willst du vielleicht mal anfangen ein bisschen zu erzählen oder mal ganz blöd gefragt?
00:09:04: Warum sind denn die Kommunen am limit?
00:09:08: Ich glaube grundlegend hat das jeder schon gemerkt, warum die Kommunen einfach total unterfinanziert sind.
00:09:14: Ich glaube am härtesten merkt man es ja jetzt auch einfach bei der Kita-Versorgung sagen wir mal so oder auch der Finanzierung.
00:09:23: ich glaube hier in Stuttgart merkt Man auch konkret... Wir hatten ja letztes Jahr auch den großen Sparhaushalter.
00:09:28: beschlossen wurde Und da fallen einem schon ein paar Sachen auf, wie das jetzt auch zum Beispiel Demokratie leben etc.
00:09:37: Ganz zu viele Beratungsstellen sollen ja einfach wegfallen und nicht mehr weiter finanziert werden die grundlegend ja schon auch sehr wichtig sind auch gerade für Menschen die nicht viel Geld haben in der Stadt.
00:09:48: Kita ist wie gesagt ich glaube in Stuttgart sollen sie bis zum Jahrhundert Euro im Monat oder so kosten.
00:09:55: Das ist ja in jeder Kommune anders, also die Zuhörer werden das wissen.
00:10:00: Ich bin in der Zeit, seit ich meinen Sohn habe wirklich mehrfach umgezogen und das hatte unter anderem wie als ausschlaggebender Grund aber immer mit dabei auch die Kita-Gebühren.
00:10:10: Wir sind zum Beispiel von Reutlingen nach Köppingen gezogen Und da unterscheiden sich die Kita Gebühren einem Ausmaß des fast nicht Vorstellbares.
00:10:17: In Reutlings hat man über fünfhundert Euro knapp über fünfzig.
00:10:22: Und das ist noch nicht mal die größte Spanne, die hier wirklich in den Landkreisen unterwegs ist.
00:10:27: und das heißt durch so einen Umzug spart man dann nicht nur in dem Fall ein bisschen Miete sondern spart halt auch noch fünfhundert Euro an Kita Gebühren.
00:10:35: Das macht sich dann schon ziemlich deutlich bemerkbar.
00:10:38: Ich will noch kurz die Liste ergänzen.
00:10:40: du hast natürlich jetzt mit den Kitas einen großen Punkt genannt wo wir es Gewerkschaften groß aufgestellt sind.
00:10:45: Es gibt auch viele Punkte, wo wir als Gewerkschaften nicht so viele Aktien haben.
00:10:49: Weil da immer relativ wenig Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an einzelnen Antreisen unterwegs sind was die ganze Sache allerdings nicht weniger wichtig macht.
00:10:57: in Göppingen war im Zuge dieser Kommunen am Limit Kampagne die bei uns Löwenherz hieß, die hatte mal ein bisschen Lokalkoloriet.
00:11:05: es sind da verschiedenste Akteure zusammengekommen zusammen.
00:11:08: gekürzt wird dann nämlich die Familienberatung was dann natürlich heißt, dass Frauen keine Abtreibungen mehr durchführen können.
00:11:15: Weil die ist ja verpflichtend, die Familienberatung vorher zu machen oder die Abtreibungsberatungen, die jetzt in Göppingen erstmal nicht mehr durchgeführt werden kann.
00:11:22: Die Suchthilfe wird ihre Arbeit nicht mehr in dieser Form durchfüllen können.
00:11:28: Das rote Kreuz hat angemerkt, dass sie Probleme haben, die ihr Arbeit sofort zu führen.
00:11:33: Und das ist jetzt wirklich nur mal eine Andeutung, wer sich die ganze Liste anschauen will.
00:11:38: Kann ja mal auf der Seite zum Beispiel vom Löwenherz gehen.
00:11:40: dann hat man eine Vorstellung und hier vielleicht auch nur ein kurzer Hinweis darauf da wird jetzt Geld gespart.
00:11:49: ob und inwiefern da Geld in Zukunft gespart wird?
00:11:52: Das ist sehr die Frage weil die Sozialträger natürlich nicht so ungerecht darauf hinweisen jeder Jetzt an der Prävention gesparte Euro nicht allzu ferner Zukunft bemerkbar machen, weil dann die Prävention eben fehlt und dementsprechend Zuchtkrankheiten zunehmen, Folgen um gewollter Schwangerschaften zu nehmen.
00:12:13: Und so weiter und sofort was da natürlich wieder Folgekosten hat.
00:12:18: also soweit mal die ausmeint das sind alles soziale Maßnahmen die die Kommunen finanzieren und jetzt fehlen.
00:12:28: Das ist ein Ziel dieser Kampagne, Kommunen am Limit.
00:12:32: Weil das ist jetzt erst mal die Feststellung des Geld fehlt und es wird offensichtlich noch mehr fehlen.
00:12:37: Was machen wir dagegen?
00:12:39: Ich glaube grundlegend... Ich bin jetzt gerade noch sehr an Stuttgart dran, was Kommunalm-Limit angeht.
00:12:44: Ich weiß es ist ganz viele Kommers und auch andere Bündnisse in der Richtung gab.
00:12:48: Deswegen habe ich jetzt eine Stuttgarter Perspektive.
00:12:50: Ich hoffe das ist auch okay dass ich jetzt so auf Stuttgard rede aber du kannst mich ja noch ergänzen.
00:12:55: Wollte
00:12:55: ich gerade sagen?
00:12:57: Ich bin immer boniert auf die Gopinger Esslinger und jetzt sind wir schon ein bisschen Nudelsbogaperspektive.
00:13:02: So ist das bei der Arbeitskanzlerin.
00:13:05: Also grundlegend geht es ja auch einfach darum, wenn man sich zum Beispiel auch den Sprachhaushalt jetzt mal anguckt, der in Stuttgart beschlossen wurde.
00:13:13: Es ist tatsächlich ein Unding, dass wir für Warnsvierhundertseipzigtausend für dieses Stuttgarter Hollywood-Sign denken, das jetzt auch leuchten kann.
00:13:22: Das ist ja nicht so, als hätten wir so Dinger schon... Tatsächlich habe ich dem letzten TikTok-Video gesehen von Leuten die das benutzt haben und NOPA hat ein bisschen recht!
00:13:29: Das zieht Influencer an.
00:13:34: und dass die Verteilung so, wie sie jetzt eben da ist.
00:13:37: nicht gerecht ist.
00:13:38: Also das ist auf jeden Fall auch was, was in der Öffentlichkeit mehr besprochen werden muss.
00:13:43: und die Zielsetzung von Kommune beim Limit gerade auch ein Stuttgart ist die dass es natürlich noch mal umverteilt wird aber dass auch mehr Geld wieder in die Kommunen fließt.
00:13:51: ich glaube das ist teilweise auch, dass man gar nicht so sehr oft die Stadt jetzt an sich haut sondern auch sagt Der Bund muss reagieren.
00:13:59: Und ich glaube es gab ja jetzt auch vor kurzem eine große Konferenz mit dem Bundeskanzler und den Ministerpräsidenten wo ja auch ein Paket beschlossen oder ein Programm beschlossen wurde, dass die Kommunen jetzt auch wieder unterstützen soll und die Länder in der Ausfinanzierung.
00:14:17: Also sind wir mal gespannt was dabei rauskommt.
00:14:20: sagen wir mal so ich weiß auch das zum Beispiel auch aus dem Stuttgarter Rathaus
00:14:24: etc.,
00:14:24: dass da noch viel mehr auf uns zurollen wird weil es gibt ja jetzt gerade noch keinen konkreten Stellenabbau.
00:14:30: also zumindest im öffentlichen Bereich habe ich davon nichts gehört.
00:14:35: aber das soll noch kommen.
00:14:36: also gerade dass irgendwie Stellen nicht mehr nachbesetzt werden, dass man da irgendwie guckt wo kann man irgendwie vielleicht auch Dinge zusammenfassen und so weiter und sofort.
00:14:45: Und das sind alles Themen die das Bündnis angreifen will oder angehen.
00:14:50: Du hast jetzt ja eigentlich schon... Die Stimmung ganz gut charakterisiert mit dem, das soll jetzt alles kommen.
00:14:57: Es ist ja so ein bisschen die Ruhe vor dem Sturm.
00:14:58: also auch mit dem Programm für Aufschwung und Beschäftigung wo ich jetzt am Anfang zitiert hab Auch da fehlen ja die großen Hemmer noch zumindest was wir bisher so sehen.
00:15:06: Das sind jetzt bisher Andeutungen.
00:15:09: Deswegen lass uns doch mal ganz kurz wechseln auf...das war jetzt Kommunen am Limit.
00:15:13: es gibt aber noch die viel größeren Ankündigungen.
00:15:17: Was schwebt denn im Raum?
00:15:19: Ich nenn's jetzt mal so abstrakt damit du mal wirklich vielleicht mal das Big Picture zeichnen kannst, mit Sachen die es gar nicht verabschiedet sind und noch nicht klar sind.
00:15:26: Aber was droht denn eigentlich so?
00:15:27: Weil ich habe in der öffentlichen Debatte, wenn ich so die gewerkschaftliche Bubble verlassen nenn ich's mal immer das Gefühl Es wird erstaunlich wenig dafür darüber in der Bevölkerung momentan diskutiert, zumindest in den Teilen wo ich unterwegs bin für das was da gerade alles zur Disposition steht.
00:15:46: Was ist denn das eigentlich alles?
00:15:51: Ich hab mir heute noch die Pressekonferenz angeguckt von der Bundesregierung, als sie dieses Programm vorgestellt haben und habe dann direkt einfach mal geguckt.
00:15:58: Wir schreiben dann die großen Zeitungen dazu und wie wird darüber berichtet?
00:16:01: Und was ich super spannend fand war dass es eher gerade berichtet wird als das Programm der Investitionen und man wirtschaftswachstum und Erneuerung und was weiß ich aber so diese ganzen sozialen Maßnahmen da ja drin liegen, die jetzt teilweise noch erst angedeutet sind.
00:16:20: Das hat mich auch ein bisschen irritiert.
00:16:22: Also ich habe gerade so Sachen wie Arbeitszeitflexibilisierung
00:16:25: etc.,
00:16:26: konnte man sich anscheinend nicht einigen was ich ein gutes Zeichen finde weil noch nicht alles verloren ist sagen wir mal so.
00:16:33: Aber das fand ich tatsächlich spannend.
00:16:34: also grade wirst du auch gesagt hast dass irgendwie eine öffentliche Debatte gar nicht so das Thema ist.
00:16:40: Was steht eigentlich alles auf dem Spiel gerade?
00:16:42: Und was wird eigentlich auch schon die letzten Wochen diskutiert, was für Vorschläge kommen da teilweise und so weiter.
00:16:48: Und sofort also das vielleicht mal kurz noch zu einrahmen.
00:16:51: Das fand ich heute irgendwie spannend.
00:16:53: Wenn man jetzt mal in dieses Programm guckt – das ist ja von selber gesagt, ich habe es jetzt auch nochmal überflogen und nicht komplett durchgearbeitet – wir haben ja auf jeden Fall die Vorschlage der Rentenkommission.
00:17:05: Das hatte der Bundeskanzler ja schon angekündigt, dass die eins-zu-eins umgesetzt werden.
00:17:09: in diesem Programm steht, dass er jetzt glaube ich auch noch mal drin ist.
00:17:14: Es ist aber ja noch nicht beschlossene Sache.
00:17:16: das fand ich jetzt schon einmal gut, dass es da nicht nochmal aus... also jeder einzelne Punkt nochmal aufgenommen wurde sondern dass es nur unter Punkt eins jetzt ja noch mal drinnen steht.
00:17:26: Ich glaub kurz runter scrollen.
00:17:30: Nur, bevor wir da das Thema wechseln vielleicht um auf Rente gleich mal ein bisschen einzugehen.
00:17:34: Ich glaube wir können ja eine Sache mal auf jeden Fall sagen der Vorschlag wie er bisher kursiert und wie er umgesetzt werden soll wird von uns als Gewerkschaften so abgelehnt.
00:17:44: Also, dass die Rente jetzt gerade fällt und ich glaube es ist ja irgendwie im Gespräch mit bis zu siebzig oder noch mehr wird von uns auf jeden Fall abgelehnt.
00:17:54: Man muss ja auch nochmal gucken welche Bereiche können das überhaupt machen?
00:17:58: Unser Ministerpräsidenten oder unser ehemaliger Ministerpräsident hier in Brand-Württemberg hat ja immer so gern gesagt Es sind nicht alle Dachdecker.
00:18:05: aber ich glaub trotzdem darüber reden muss, was bedeutet das denn eigentlich auch für gerade körperliche Jobs?
00:18:13: Hearted Jobs und nicht Jobs wo man nur im Büro et cetera sitzt.
00:18:17: Und dass ein März mit siebzig jetzt noch arbeitet – und Bundeskanzler ist es irgendwie schön!
00:18:22: Aber der Kollegin hat ja letztlich die Frage gefragt wie stellt man sich das dann vor?
00:18:27: Dann sind neunsechzigjährige Pflegerinnen in der Altenpflege noch unterwegs und schieben ihre Kolleginnen, die seventy-einen sind durch die Gegend.
00:18:36: oder wie.
00:18:36: also oder auch wenn man im gezierenden Bereich mal guckt, fände ich auf jeden Fall spannend wie man den Kindern hinterherrennen soll.
00:18:46: Wenn man irgendwie noch im höheren Alter ist.
00:18:48: aber genau das sind Themen die wir auf jeden fall ablehnen.
00:18:52: Sobald ich das verstanden habe, geht es da ja auch um eine Abkopplung der Jahre die man eingezahlt hat.
00:18:58: Zumindest insofern als dass gesagt wird wenn man die fünften vierzig Beitragsjahre voll hat weil man schon des fünfzehn angefangen hat in Rentenkasse einzuzahlen soll einem das trotzdem nicht ermöglichen entsprechend dann früher ein Rente zu gehen.
00:19:10: und das ist ja.
00:19:11: insofernt wird da dieses Argument von es sind ja nicht alles Dachdecker sowieso ein zynisches Argument ist in dem Fall so richtig böse weil man kann ja mal überprüfen und nachschauen, einfach für sich selbst ein bisschen überlegen.
00:19:26: Was sind das eigentlich für Jobs die man mit fünfzehn schon anfängt?
00:19:31: Genau da soll ja auch noch mit schwimmen... ich weiß jetzt gar nicht ob es nochmal irgendwo anders in dem Programm aufgefasst wurde aber dass ja auch Minijobs so nicht mehr haltbar sind und ich glaube abgeschafft werden sollen.
00:19:43: Ich weiß jetzt gerade nicht ob sie es nochmal explizit aufgeführt haben oder ob es jetzt nur einen Vorschlägen darin war Was ja auch bedeutet, dass das gerade für junge Menschen oder auch für Studierende die sehr abhängig davon sind.
00:19:54: Dass sie in diesem Mini-Job sind ist jetzt nicht so, dass ich ein Fan davon bin, sagen wir mal so.
00:19:59: Aber genau genauso wird hier auch über Teilzeit et cetera diskutiert.
00:20:04: Also eigentlich alles was nicht mehr voller Arbeit dein ganzes Leben lang ist um es mal kurz zu fassen soll ja eigentlich abgeschafft werden und umfunktionieren.
00:20:15: Das Ganze... ...ist ja nicht weniger wenn man's mal groß fassen will als ziemlich fundamentaler Angriff auf den Sozialstaat, wie er bisher aussah.
00:20:31: Jetzt haben wir ja eine zweite Kampagne der IG Metall die morgen startet und dann ob das jetzt eine Kampagne ist werden wir sehen.
00:20:41: aber wir haben morgen auf jeden Fall ein Aktionstag.
00:20:43: kannst du da ein bisschen was darüber erzählen?
00:20:48: Ich habe auch tatsächlich nur kurz die Pressemeldung gelesen.
00:20:51: Ich werde morgen auf jeden Fall vor Ort sein und mir das mal angucken.
00:20:55: Genau, da geht es jetzt auch auf jeden fall... um die Angriffe auf die Arbeitszeit gerade im Allgemeinen, also auch gerade der Arbeitgeberverbände oder auch der Verwandteindustrie.
00:21:05: Die Abschaffung des thirty-fünf Stundenwochs gefordert und man will jetzt bundesweit morgen einfach noch mal ein Zeichen setzen und deswegen sind Kundgebungen bundesweite angesagt vor großen... Werkstoren jetzt hier im Stuttgarter Gebiet auf jeden Fall in unser Türkeim und in Sindelfingen war noch irgendwo.
00:21:28: Ja, bei der Mercedes-Benz...
00:21:32: Das war eine interne Kundgebung, glaube ich eher so gedacht.
00:21:36: Genau also es ist auch das die IndustriearbeiterInnen auf jeden Fall Alarm schlagen denen sie eigentlich bisher relativ gut gingen sagen wir mal so aber die natürlich auch betroffen sind von den ganzen Schreckensnachrichten gerade von allen Seiten und dann eben auch von Angriffen auf gewerkschaftliche Errungenschaften wie zum Beispiel
00:21:59: Von Sonderzahlungen bis noch auf der Liste schutzgerichtlicher Sozialstandards.
00:22:03: Danke,
00:22:04: dass du das vorliefst!
00:22:05: Ja dafür hat man das Handy Christ bereitet.
00:22:07: Das hat mein Handy
00:22:09: nicht dabei, es ist schrecklich
00:22:11: sonst kann ich's auch nachgucken.
00:22:14: Die Aufgabe eines Moderators... Ich arbeite
00:22:17: gut zusammen, das ist super.
00:22:19: Und es gibt auch Forderungen der IG Metall, die sich daran ziemlich nahtlos anschließen.
00:22:23: Die werden jetzt niemand überraschen.
00:22:24: und also gute Arbeitsbedingungen in der Transformation, Sicherheit der Industriearbeitsplätze oder natürlich auch verbindliche Investitionen in die deutschen Standorte.
00:22:34: Was ich dabei so spannend finde und was ja auch die Idee war für die Sendung heute ist wir haben das Kommunen am Limit Wir haben diese Aktion gegen das Sparprogramm und die Angriffe auf die Arbeitsbedingungen.
00:22:49: Und das sind einerseits zwei verschiedene Themen, andererseits fallen sie jetzt zusammen unter diesem großen Punkt der Umbau in der Arbeitswelt, ein Stück weit wenn man so will den Umbau der ganzen Bundesrepublik unter dem Maßgabe der Sozialstaat wir bisher warten können wir uns nicht mehr leisten.
00:23:13: Was ist dazu zu sagen?
00:23:16: Wir als DGB gehen ja gerade auch eher in die Richtung unter dem Slogan nichts geschenkt hat verdient, um den jetzt auch noch mal reinzuwerfen.
00:23:23: Ich finde
00:23:24: der... Da haben wir doch gleich ein Titel für den
00:23:25: Podcast!
00:23:27: Genau mit einem Hashtag sogar.
00:23:30: und ich finde das ist auch so ein bisschen das Feeling, dass ich bekommen habe durch die aktuellen Debatten, die es gibt aber auch jetzt nochmal durch dieses Reformprogramm.
00:23:37: weil wenn man sich das mal im Großen und Ganzen anguckt auf der einen Seite Es gibt ja Punkte mit denen sind wir gar nicht so unzufrieden also gerade auch diese großen Investitionen die kommen sollen in die Wirtschaft und dass man irgendwie Stellen erhält.
00:23:49: Ich glaube, die Agentur für Arbeit soll ja auch unterstützt werden gerade was zur Arbeitsmarktdrehscheiben vor Ort angeht.
00:23:57: also es wird schon viel nachgedacht glaub ich auch wie quasi den Industriestandort Deutschland wieder nach vorne bringen kann.
00:24:06: Und da gehen wir natürlich mit und freuen uns auch, wenn es Unterstützung quasi gibt!
00:24:11: Auf der anderen Seite hatte ich so ein bisschen das Gefühl... Also teilweise werden Sachen nur angedeutet oder wurden jetzt auch in den letzten Wochen angesprochen.
00:24:18: Teilweise werden sie da auch explizit nochmal genannt wie zum Beispiel die AU am ersten Tag und nicht mehr das Warten dass die Telefonkrankschreibung wegfallen soll.
00:24:29: Solche Dinge wie jetzt Gerade die Rente, dass es einen großen Aktionsplan auch noch mal geben soll wegen Missbrauch des Sozialstaats etc.
00:24:42: und so weiter und sofort.
00:24:43: Ich will nur kurz diesen Satz zu Ende sprechen und dann kannst du keine Frage stellen.
00:24:47: Will nämlich auf was raus?
00:24:48: Ich habe nämlich ein bisschen das Gefühl... Also ist es schön, dass man irgendwie sagt wir wollen die Wirtschaft wieder aufbauen und wollen wieder Stellen schaffen.
00:24:55: Auf der anderen Seite wird das alles... Man kriegt das Feeling von Wir werden noch viel mehr in Abhängigkeit getrieben.
00:25:00: Also, dieses ... alle gewerkschaftlichen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte sollen irgendwie abgebaut werden.
00:25:07: Am besten soll es so irgendwie ... Wie war das?
00:25:10: Was kann uns drohen nach EU-Rechts?
00:25:11: Ich glaube ich, da geht's, die Woche arbeiten.
00:25:16: Dann irgendwie wenn du krank bist, musst du dich entweder in eine vollgepackte Hausarztpraxis zwängen oder du gehst halt doch irgendwie arbeiten.
00:25:23: Weil man misstraut dir ja.
00:25:25: Da muss man auch dazu sagen, da ist ein heftiges Misstrauen dabei und ... Teilzeit wird irgendwie abgeschafft, du siehst dich bis in den Tod arbeiten und so weiter.
00:25:37: Und dann fehlt gleichzeitig das soziale Netz.
00:25:40: Also gerade auch diese Großaktionsplanen was auch immer Sie da jetzt noch vorhaben Das wird ja nicht genau benannt in diesem Programm dass ich heute gelesen habe Da bin ich jetzt auch aus der PK nicht großartig schlauer gewesen.
00:25:50: Aber das ist so das grundlegende Feeling, dass man irgendwie bekommt und deswegen haben wir uns entschieden zu sagen hey es ist nichts geschenkt vom Staat oder so sondern es ist hart verdient weil was viele immer wieder vergessen sind diese ganzen Sozialversicherungen hat oder wir zahlen jeden Tag darauf ein.
00:26:06: Das ist etwas was uns zustät für was wir gearbeitet haben Und das ist nichts, was man irgendwie jetzt wo der Staat sagt ach wir sind mal so nett und machen Dinge für euch.
00:26:17: Da muss man sich auch fragen wie kann man den Sozialstaat wieder retten?
00:26:22: Wie kann man ihn auch wieder aufbauen und dass nicht nur auf dem Rücken von kleinen Menschen sagen wir mal so.
00:26:29: Nicht, dass du es gerade nicht angesprochen hättest aber um da ein bisschen reinzugehen, dass man sich mehr darunter vorstellen kann.
00:26:36: Du hast es so kurz gesagt, mit der Krankschreibung und der Frage ob und inwiefern die am ersten Tag dann schon gilt.
00:26:45: Was der de facto ja momentan diskutiert wird, da ist nichts beschlossen aber was ja diskutiert würde, ist die Frage inwiefer man den Ersten, dem Zweiten, den Dritten Tag, der man krankgeschrieben ist tatsächlich keine Lohnvorzahlungen im Krankheitsfall mehr bekommt.
00:27:00: das heißt Lohn-Vorzahlungen in Krankheitswahl wäre dann nur noch gegeben für längere Krankheiten, was auch immer das dann heißt.
00:27:09: Ob es ab der zweiten Woche ist oder tatsächlich ab größeren Krankheiten – wo klar ist ohne Lohnverzahl und Krankheitsfall – ist da die totale Verarmung gegeben?
00:27:18: Weil da darf man sich nichts vormachen.
00:27:20: Große Teile der deutschen Haushalte zeigen immer wieder die Befragungen.
00:27:24: Die können sich ein maximal zwei Mieten leisten ohne Einkommen und dann ist es vorbei!
00:27:30: Das heißt, da würde dann die Lohnverzerrung im Krankheitsfall noch ziehen.
00:27:34: Aber ansonsten hieße das dann ... Die normalen Krankheiten, die man so hat, würden immer Abzug vom eigenen Lohn bedeuten.
00:27:42: Das ist eine der, würd ich schon sagen, massiven Angriffe, die ja gerade öffentlich diskutiert werden?
00:27:48: Ja!
00:27:50: Die kam jetzt aber Gott sei Dank nicht in diesem Papier auf und sag mal so.
00:27:54: Mir gerade doch mal nachgeguckt.
00:27:57: Ich hoffe auch, dass es damit auch ... zu Ende jetzt erstmal ist und es nicht wieder aufploppt, weil das wäre tatsächlich ziemlich heftig.
00:28:04: Also wenn das auch noch dazukommt... Ich fand, dass wir gerade nochmal kurz nachgeguckt.
00:28:08: was ich in dem Papier, also was ja jetzt beschlossene Sache sein soll, ist ja tatsächlich nicht nur diese verpflichtende Vorlage der U-Bescheinigung ab dem ersten Tag so ein Wegfall von telefonischer Krankschreibung Sondern auch eine härtere Bestrafung von Ärzten.
00:28:27: Man will quasi jetzt auf Ärzte losgehen, wenn man hat diesen Vorwurf des Ärzts, der zu schnell krankschreiben.
00:28:36: was ja auch bedeutet, da wird mit Angst gearbeitet.
00:28:38: Was ich auch ziemlich krass finde.
00:28:39: Ich hab heute auch mal noch direkt danach auf Twitter oder das heißt jetzt X oder was weiß ich nicht.
00:28:45: Einfach mal so ein bisschen nachgeguckt.
00:28:48: Was sagen denn die Menschen dort?
00:28:50: Und habt tatsächlich auch viele Ärzte gefunden, die ziemlich eskaliert sind weil sie auch gesagt haben, was sollen das?
00:28:56: Also überhaupt Haushaltspraxen, die sowieso schon irgendwie überlaufen sind wie noch etwas.
00:29:01: und dann... umhaust du auch noch die telefonische Krankschreibung raus und dann steht ja der Vorwurf im Raum, dass wir viel zu schnell krankgeschrieben werden.
00:29:10: Und wie gesagt das ist auch wieder dieses grundlegende Feeling.
00:29:14: Ja es zeigt einfach ganz schön Du hast in einem Vorgespräch zur heutigen Sendung hast Du den Satz gesagt Der Kapitalseite wird da viel an Vertrauen und Möglichkeiten geschenkt.
00:29:27: Macht mal!
00:29:28: Und der Seite der Arbeit, der wird da gerade sehr viel Misstrauen gegenübergestellt.
00:29:32: Ja auf der einen Seite viel Endbürokratisierung und man lässt quasi... Capitalseite habe ich, glaube ich, heute Morgen nicht gesagt.
00:29:39: Aber das klingt sehr gut!
00:29:40: Das
00:29:41: habe ich dir jetzt einfach in den Niveau
00:29:42: gelegt.
00:29:42: Ja, aber das finde ich gut und übernehme mich jetzt einfach... Den wird sehr viel Vertrauen geschenkt dem wird sehr viele Deregulierungen auch einfach in die Hand gelegt und es geht auch so in die Richtung Macht einfach mal weil ihr wisst schon wie wir irgendwie wieder vorankommen.
00:29:55: auf der anderen Seite gibt's halt einfach.
00:29:57: Also stehen viele Vorwürfe im Raufen, große Misstrauen gegenüber Arbeitnehmenden beschäftigten im Allgemeinen.
00:30:05: Das bestätigt sich ja dann auch einfach dadurch.
00:30:08: einfach so das was die letzten Monate und Wochen auch immer wieder seit unserer Bundesregierung irgendwie an die Öffentlichkeit kamen also auch so dieses wir sind einfach nur zu faul müssen mal wieder richtig arbeiten Lifestyle Teilzeit oder was da auch noch irgendwie sonst alles
00:30:22: kam.
00:30:23: Ich
00:30:24: habe wieder einen Stift runtergeschmissen, falls du ein Mikro gehörst.
00:30:26: Außer
00:30:26: neun Stifte?
00:30:27: Ich hab auch
00:30:27: nen Stiften.
00:30:27: Ah, nee, nee... Okay,
00:30:28: ich brauche das auch.
00:30:29: Alles gut!
00:30:32: Ja genau in die Richtung geht ja auch dieses Papier.
00:30:36: also... Ich wollte sozusagen nur nochmal... wie soll ich sagen ... Du hast es schon benannt mit dem auf der einen Seite wird entbürokratisiert Und auf der anderen Seite wird bürokratisiert.
00:30:51: Also das Spannende ist doch, dass unter diesem Schlachtwort in den sich alle einweigen können – also auch die Gewerkschaft sagt oft genug ja wir sind auch dagegen, dass überflüssige Verwaltungsakte stattfinden.
00:31:02: Natürlich mehr als schon für Überflüssigke.
00:31:04: Wir sind natürlich nur für die, die notwendig sind.
00:31:07: und mitten in diesem Klima wo es so gesagt wird jetzt wird aufgeräumt mit der überflüssigen Verwaltung, findet sich dieser Punkt elf in dem Papier.
00:31:16: Wo er drin steht ab jetzt müssen wir immer zum Arzt gehen und uns eine Bescheinigung holen.
00:31:22: Und zwar wenn ich sage heute geht es mir nicht gut Ich gehe nicht zur Arbeit dann brauche ich jetzt eine Krankschreibung.
00:31:28: Also nur um das einfach mal zu markieren, das sind Bürokratisierungsschritte.
00:31:33: also genau das wo immer gesagt wird Das wollen wir jetzt abschaffen, wo auch hier wieder gesagt wird das schaffen wir ab und niemand fällt auf.
00:31:39: wenn es auf Seiten der Arbeit passiert also wir stärker kontrolliert werden Dann ist das natürlich eine gute Sache.
00:31:49: So Wir haben das große Panorama gezeichnet glaube Ich.
00:31:54: die große Frage ist jetzt was tun?
00:31:56: Es wird eine Kampagne geben.
00:32:00: Ich glaube, wir wollen an der Stelle nicht zu tief reingehen aber zumindest zum Abschluss was erwartet unsere Mitglieder?
00:32:07: Was erwarten die Leute, die den Podcast hören und noch keine Gewerkschaftsmitglieder sind?
00:32:12: Aber jetzt ganz genau zuhören weil sie das vielleicht überzeugt Gewerksamkeit zu werden.
00:32:18: Genau also ich würde vielleicht einfach noch aus der Allgemeinen noch so die Hintergründe warum wir uns jetzt diese Kampagnen entschieden haben und welche Richtung gehen soll.
00:32:26: Wie gesagt, ich lese gerne Nachrichten und guck mal auf Twitter.
00:32:30: Was wird denn da gesagt?
00:32:32: Ich bin ja auch das Typ Mensch.
00:32:33: Ich lese mir sogar Facebook-Kommentare und so was zu.
00:32:37: Und ich frag immer nach ... Gerade wenn wir wieder mit Kollegen, Betriebsreden
00:32:42: etc.,
00:32:42: Vertrauensleuten sprechen, frage ich immer nach wie ist die Stimmung bei euch?
00:32:47: Ich hab das Gefühl es fehlt grade Wut, die berechtigt wäre, weil man sich mit dem ganzen Zeug beschäftigt.
00:32:55: Aber ich kann es auch verstehen, dass die Wut fehlt.
00:32:57: Weil immer was mir zurückgemeldet wird ist, die Leute haben resigniert.
00:33:01: Also weil gerade einfach so eine Krise nach der anderen als jetzt global gesehen aber auch bei uns hier stellen Abbau-Darwerkschließungen und so weiter und sofort Und irgendwie hat man nicht das Gefühl da wird noch mal etwas für uns gemacht.
00:33:16: Das ist doch eh egal, was ich irgendwie mache.
00:33:18: Und das wollen wir tatsächlich über den Sommer hinweg spielen um in einen heißen Herbst zu gehen und das Schöne an diesem Programmpapier solo für das teilweise ist.
00:33:28: und wie ungenau es ist ja dass vieles erst im Herbst beschlossen wird Was uns Zeit gibt noch ein bisschen Druck aufzubauen Genau.
00:33:38: Und deswegen wollen wir tatsächlich, ich weiß es immer, die Sommerpause ... Es hat die Regierung sehr schlau gemacht kurz vor der Sommerpause so einen Hammer reinzuhauen.
00:33:46: Weil die Leute sind nicht da, die ist vielleicht auch einfach zu heiß.
00:33:49: Man hatte jetzt die letzte Hitzewelle mitbekommen wie gut der Kopf da funktioniert.
00:33:54: Wir wollen aber trotzdem im Sommer schon mal starten und auch einfach mal was anderes wagen.
00:34:01: Also normalerweise hat man ja bei Gewerkschaften immer das Ding Protestverdienst der Neuzung oder so, sage ich immer gerne.
00:34:08: Natürlich ist das noch nicht aber es ist nicht unbedingt so dass man die Leute wirklich mitnimmt.
00:34:14: deswegen wollen wir jetzt auch noch im Juli.
00:34:17: Ich hoffe dass ich bald einen Termin habe.
00:34:20: vielleicht kann man den nach Werfen für den Podcast oder so.
00:34:23: Immer, alles kommt in die Captions erst noch zwei Stunden, solange muss ich das Ganze noch schneiden bis dahinten.
00:34:28: Ja
00:34:29: und vielleicht können wir ja dann sogar die Einladung rumschicken mit der Podcastfolge oder so, gucken mal.
00:34:34: Genau wollen wir nämlich starten mit einer sogenannten Sozialstaatskonferenz für die Region Stuttgart indem wir bewusst Multiplikatoren einladen wollen um mit ihnen gemeinsam darüber zu reden was bringt eure Leute auf die Straße?
00:34:46: Was habt ihr Bock was sind die Themen die euch gerade angehen Vorkommen?
00:34:51: okay, wenn jetzt irgendwie nicht alles was da drin ist allen entspricht oder was weiß ich sondern wir haben einfach mal so ein bisschen in unsere Nachbarn südlich geguckt und sind nach Frankreich gegangen.
00:35:03: Wir haben geschaut wie haben die es hingekriegt Leute auf die Straße zu kriegen und wieder Emotionen hervorzuheben bei Themen einfach knallen, sagen wir mal so.
00:35:14: Und deswegen wollen wir bei dieser Sozialstaatskonferenz auch einfach nur noch mehr Input geben nochmal genau auseinander nehmen was ist da geplant von der Bundesregierung?
00:35:23: Wie ist unsere Positionierung dafür?
00:35:24: Warum macht uns das vielleicht auch wütend?
00:35:26: Welche Emotionen haben wir dazu um dann in einem zweiten Teil tatsächlich eine konkrete Aktionsplanung zu gehen und auch zu schauen wie können wir möglichst viel Druck aufbauen?
00:35:36: Wie können wir Leute auch vielleicht ärgern damit sie eher an unserer Richtung entscheiden den Sozialstaat auch retten.
00:35:43: Das alles läuft unter dem Motto nichts geschenkt hat verdient, weil wir das einfach sehr repräsentativ finden für alles was wir jetzt heute ja auch schon besprochen haben so dieses wir lassen uns nichts nehmen für was wir hart gearbeitet haben und der Sozialstadt gehört uns sagen wir mal so und es soll dann auch im September quasi wieder auf die Straße getragen werden.
00:36:12: Das weitere Vorgehen wird jetzt glaube ich die kommende Tage nochmal entschieden, was dann alles passiert.
00:36:16: Ob es noch mal irgendwie große Mobilisierungen gibt oder ob auch unser Bundesvorstand da nochmal andere Wege geht.
00:36:23: aber wir wollen nicht einfach in Sommerurlaub gehen und nichts tun sondern wir wollen als Regionsstuttgart auf jeden Fall nach vorne gehen.
00:36:32: Nichts geschenkt hat verdient.
00:36:33: Wir wollen als DGB-Region Stuttgart nach vone gehen können alles Abschlussworte sein.
00:36:39: Aber zum Ende des Podcasts gibt es immer traditionell die Frage, was hat der Trottel, der die Sendung macht?
00:36:44: Dich jetzt nicht gefragt aber wolltest du unbedingt sagen.
00:36:46: Gibt's noch etwas mit dem Du abschließen willst?
00:36:52: Ich kann es kurz überlegen.
00:36:53: ich habe jetzt schon echt viel gesagt.
00:36:57: Es kommt immer gut auch einfach zu sagen, Du hast die perfekten Fragen gestellt!
00:37:00: Es gibt einfach
00:37:01: nichts mehr, was dich ergänzen muss.
00:37:02: Ja sowieso eben auch auf jeden Fall... Ich glaube, wir haben es eigentlich schon echt ganz gut zusammengefasst.
00:37:09: Was ich gerne sagen wollte und ich meine ... Ich glaub ist das jetzt gerade nicht an der Zeit nur zu Hause zu sitzen sondern auch an derzeit nach draußen zu gehen.
00:37:18: Und deswegen kann nur werben kommt mit uns mit wenn wir irgendwie aufrufen zur Kundgebung etc.
00:37:26: geht raus Genau!
00:37:31: Lass uns wieder selbst in die Hand nehmen
00:37:34: Damit ihr nichts mehr verpasst, abonniert auch den Newsletter der DGB-Region Stuttgart sofern ihr das noch nicht habt.
00:37:39: Das Ganze geht auf unsere Internetseite, auf die ja auch unsere neuesten Termine immer mitbekommt www.dgb.de oder www.DGB.Stuttgart.de Oder so ähnlich!
00:37:53: Jetzt schreibt es mich in die Kerze!
00:37:58: Vielen Dank Leonie, dass du da warst im Büro neben deinem Büro.
00:38:02: Vielen Dank, dass ich da sein durfte!
00:38:04: Auf jeden Fall.
00:38:06: und an die Zuhörerinnen und Zuhöhre wir hören uns wieder in vierzehn Tagen.
00:38:10: Dann mit Geri das kann ich schon mal ankündigen.
00:38:14: dann wird es um das Thema Transformation gehen und da werden wir uns anschauen was der DGB zu diesem Thema vorschlägt.
00:38:24: Geri müssten die meisten kennen.
00:38:25: er war schon zweimal im Podcast zu Gast Und wir haben ja bestimmt eine treue Zuhörerschaft, zumindestens vermute ich das.
00:38:31: Von daher bis in vierzehn Tagen.
00:38:32: Auf Wiederhören!
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