MutIGMacher. Der 1. Mai in Göppingen
Shownotes
Die angesprochene Broschüre zum 2. Mai 1933 mit dem Titel "Umarmung und Gewalt" gibt es hier zum kostenlosen Download:
https://www.academia.edu/attachments/101986120/download_file?s=portfolio
Wer mehr von Michas "Mutausbruch" hören will, der sei noch auf die Folge aus dem Januar 2025 hingewiesen, als er zuletzt bei uns im Arbeitsweltpodcast war:
Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zum Arbeitswelt-Podcast des DGB Region Stuttgart.
00:00:05: Heute mal wieder zu Gast, ich bin hier in der Geschäftsstelle der IG Metall Göttingen Geisslingen im wunderschönen Eislinge gelegen direkt neben dem Hornbach kommt auf jeden Fall vorbei und genießt die Sicht hier aus.
00:00:19: den dritten Storch ist schön.
00:00:20: Ja es ist sehr schön!
00:00:24: Die Industriegebäude, man guckt direkt auf den Poco.
00:00:26: Aber ansonsten ist das schön!
00:00:27: Wir haben eine schöne Landschaft hier hinter uns und fließt direkt die Filse entlang.
00:00:30: Deswegen sage ich auch gerne dass es die Geschäftsstelle Filztal ist.
00:00:34: Darauf
00:00:35: werden wir vermutlich noch zurückkommen.
00:00:37: Es gibt ja die Filztalgespräche auch, die ihr initiiert habt in der Region.
00:00:42: aber heute solls natürlich ein bisschen komfeter um das Thema gehen.
00:00:45: Ihr habt auf die Folge geklickt.
00:00:47: Ihr wisst also schon, es geht um den ersten Mai und natürlich beginnen wie immer das Gespräch mit einem Junior an.
00:00:54: kleinen, lustigen oder auch sehr ernsthaften Hintergrund zur Gewerkschaftsgeschichte.
00:01:00: Ich
00:01:01: habe schon gesagt wir sind im Gewerksiastbüro.
00:01:03: Ihr werdet den Hintergrund hören, es sind Kolleginnen und Kollegen hier unterwegs.
00:01:06: Die kriegt man nicht schnell, man kriegt Gewerksamkeit.
00:01:08: wie viel... Das ist gut so!
00:01:09: Das
00:01:09: ist Gutso, deswegen müsst ihr damit leben.
00:01:11: Tschüss macht's gut Das lassen wir auch einfach so.
00:01:15: Ihr habt das Verne Gewerkschaftserlebnis, wenn ihr das heute anhört!
00:01:18: Und was ist dieses Trivia?
00:01:19: Was ich mitgebracht habe... Ich hab gedacht die Geschichte des ersten Mais zu erzählen.
00:01:23: Das ist eigentlich relativ langweilig.
00:01:26: Die Geschichten über die Haymarket Riots könnt ihr selber auf Wikipedia nachlesen.
00:01:30: Was vielleicht der eine oder die andere nicht weiß, ist das Motto unter dem Leider auch immer wieder die Gewerkschaft den ersten Mal feiert ist der Tag der Arbeit.
00:01:40: Das ist historisch aber nicht nur nicht ganz korrekt, sondern auch eine etwas fragwürdige Tradition.
00:01:46: Denn die tatsächliche erste Mai-Tradition war lange Zeit das es der Kampftag der Arbeiterklasse ist und als die Nationalsozialisten, Am ersten Mai diesen Tag schon für sich instrumentalisiert hatten, die Gewerkschaften noch auf der Straße waren.
00:02:01: Da haben wir wieder aus dem Tag der nationalen Arbeit den Tag der Arbeit gemacht und einen Tag später wurden dann auch die Gewerkschaftsbüros gestürmt.
00:02:12: Wir haben das alles zusammen mit Frank Deppel Jörg Munder Und ich in einer Proschüre zum zweiten Mal mein Niedergeschrieben, auch vor allem die Lokalgeschichte.
00:02:22: Auch hier über das Gewerkschaftsbüro in Göppingen-Geißlingen – es war damals noch nicht das Büro hier –
00:02:29: aber
00:02:30: es liegen noch Unterlagen im Keller.
00:02:31: Vor allem in Esslingen war ein wunderschöner Fund.
00:02:34: also wer Lust hat ließ dass alles nach wie sich eben der Kampftag der Arbeiterklasse den Tag der nationalen Arbeit verwandelt hat Und warum nicht nur mir, sondern auch vielen anderen wichtig ist diese terminologischen Unterschiede aufrechtzularhalten.
00:02:51: Soweit mal als kleiner Thieber der hoffentlich neugierig macht auf die Broschüre.
00:02:56: Wir gehen jetzt ins Intro und dann wird sich wie immer unser Gast gleich selber vorstellen.
00:03:12: Zurück aus dem Intro fangen wir an wie wir immer anfangen.
00:03:16: Hallo, wer bist du denn?
00:03:19: Ich bin Michael Kocken und ich bin der Mutigmacher hier im Filztal.
00:03:24: Ich bin seit Juni den Geschäftsführer der EGB in Göppingen Geistlingen.
00:03:31: Das ist eine sehr schwierige Region im ganzen Gürtel um Stuttgart herum, die sehr stark von der Deindustrialisierung betroffen ist.
00:03:43: Das
00:03:45: ist auch schon sehr lange, gleich reinzukrätschen.
00:03:47: Ich habe ja lange Zeit in Köpping jetzt auch gewohnt wenn man hier unterwegs ist zum Beispiel trefft ihr euch das Ideometall macht die.
00:03:53: eure delegierten Versammlung habt sie lange Zeit im Eislingen in der WC
00:03:58: Stadt Halle
00:03:59: gemacht und da sind vorher so Tafeln die an die Geschichte der Statte erinnern wo man ja unter anderem erfährt Die Textilindustrie war hier mal sehr groß.
00:04:06: also dass wir war industriell muss man sagen dichter.
00:04:11: Industriell In den Nutzungen als Stuttgas.
00:04:15: Es war sozusagen die Kernkammer der Industrie in Baden-Württemberg, wir waren mal... Der Landkreis Görpingen war einmal die industriestärkste Region was den Wohlstand und das Pro-Kopfeinkommen anging in ganz Baden Württembergen Und davon sind wir heute so weit entfernt wie der Mond von der Erde.
00:04:36: Das ist also wirklich schlimm.
00:04:37: Ich habe ja von dem Jahr des Jahrhunderts in Göppingen gearbeitet, bei der IG Metall als politischer Sekretär.
00:04:45: Als ich angefangen hatte, war es eine große Wirtschafts- und Finanzkrise.
00:04:50: Und da hat es angefangen zuerst gegen die Arbeitsplätze verloren der Leiharbeitenden, später dann der Festangestellten... ...und das Problem ist, dass es wieder bergauf ging.
00:05:01: Wurde rings um Göppingen, sind Arbeitsplätze entstanden aber in Göpingen und Geißlingen also im ganzen Filztal eher nicht mehr.
00:05:08: Und das zieht sich durch jetzt mittlerweile seit über fünfzehn Jahren dass die Industrie nicht mehr richtig hoch kommt.
00:05:16: Das hat ganz viele Facetten.
00:05:17: Das eine ist, dass Menschen ihre Arbeitsplätzen verlieren und dadurch Wohlstand in der Region verloren gehen.
00:05:23: Das macht auch was mit der Gesellschaft Und wir kommen nachher noch mal auch auf den politischen Blick, auf den ersten Mai vermute ich.
00:05:29: Das macht auch was mit Wahlverhalten in dieser Gesellschaft, wenn Menschen perspektivlos
00:05:34: sind.".
00:05:36: Das macht etwas mit den Kommunen, denen Gewerbeeinnahmen fehlen und die weniger Geld haben – das sieht man auch, wenn man durch die Innenstädte läuft wie viel Leerstand mittlerweile ist.
00:05:46: Geislingen ist leider das Vorzeigestädtchen für einen langsamen Verfall.
00:05:53: eine wirklich schöne Stadt Gelegen auch schön zwischen den Bergen.
00:05:58: Schöne Altstadt eigentlich, aber unglaublich viel Leerstand in der Innenstadt.
00:06:04: also ganz schlimm.
00:06:07: Das hast du dich ja nicht ohne Grund nicht als erster Bevollmächtigte, der im Metallköpping Geißling vorgestellte, sondern als Mutmacher.
00:06:15: und unter diesem Motto haben ja die Fisthal-Konferenz stattgefunden, die ich schon angesprochen habe.
00:06:20: Das ist da dein Konzept?
00:06:22: Was ist die Richtung, die ihr anscheuert?
00:06:23: Ja!
00:06:24: Ich hab mich als Mutikmacher vorgestellt und wenn man das geschrieben sieht dann sieht man dass in der Mitte ein IGM für die IG Metall ist und das verwende ich auch gerne so als Schriftzug.
00:06:36: Ich glaube es ist wichtig, dass wir den Menschen Mut machen und dass wir selber mutig sind und schauen dass wir neue Wege geben.
00:06:43: Wir müssen auf der einen Seite gucken Den Kampf um die Arbeitsplätze, den Kampf um Entgelt- und Arbeitsstandards gewinnen mit dem Menschen gemeinsam in den Betrieben auch gestalten.
00:06:56: Aber ich glaube wir brauchen auch Mut neue Wege zu gehen.
00:07:02: Aktuell bin ich dabei im verschiedenen Transformation Talks Filztal Und das gipfelt dann im Oktober.
00:07:10: in einer Filzteilkonferenz bin ich dabei das Thema Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit zu bearbeiten.
00:07:17: Wir haben letztes Jahr hier in der Region sieben Unternehmen verloren durch Schließungen, durch Insolvenz oder unternehmerische Entscheidung und es siedelt sich nichts Neues an.
00:07:30: Das heißt im Unterschluss wir haben Betriebe die stillgelegt sind wo Flächen sind, wo.
00:07:35: Ich glaube wir müssen Unternehmer und Unternehmerinnen finden die den Mut haben sich da anzusiedeln.
00:07:41: Also wir brauchen mutige Unternehmerinnen, die sich ansiedeln wollen.
00:07:45: Und wir brauchen als Gewerkschaft und als Gewährschaftsmitglieder den Mut diesen Weg zu gehen und gemeinsam auch industriepolitische Akzente zu setzen.
00:07:53: Ich könnte mir gut vorstellen das Nachhaltigkeit- und Kreislaufwirtschaft in der Wertstoffrückgewinnung eine ganz große Rolle spielen insbesondere in der Region Stuttgart wo Automobile hergestellt werden.
00:08:05: Nachhaltlichkeit ist immer ein immer größeres Thema Und warum sollen wir nicht die absolute Vorzeigeklaster im Sinne von Nachhaltigkeit werden?
00:08:15: In Tudlingen haben wir das Medizinklaster, in Mannheim haben wir so ein KI-Kampus.
00:08:19: Warum sollen wir uns nicht hingehen und sagen, lass uns doch mal das Thema Nachhaltigkeiten zentrieren Richtung Göppingen und Geißlinge und von hier aus den Nachhaltigkeitscharakter auch nach Baden-Württemberg weiter tragen?
00:08:31: Ich glaube, dass lohnt sich darum zu kämpfen!
00:08:33: Das machen wir nicht nur Nächsten Liebe und Utilitarismus, sondern wir sagen auch wenn wir es schaffen dass sich Betriebe ansiedeln die Menschen beschäftigen dann können wir es auch wieder schaffen Mitglieder zu gewinnen weil das ist die Kehrseite der Medaille.
00:08:48: durch die Verluste der Arbeitsplätze verlieren wir natürlich auch Mitglieder.
00:08:51: mit weniger Mitgliedern können wir auch weniger gute Bedingungen durchsetzen.
00:08:55: Mit dem umgesetzt jetzt des Mutig-Machers hast du mal skizziert vor welchen Herausforderung die Region steht.
00:09:04: alles unter dem Stichwort Transformation fällt.
00:09:06: Jetzt gibt es natürlich auch eine große Traditionslinie bei uns als Gewerkschaften, da sind wir dann beim Thema ersten Mai.
00:09:13: Was verbindest du denn selber eigentlich mit den ersten Mai als Gewerkschaft?
00:09:17: Das ist deine für mich sehr schöne Frage!
00:09:22: Mein Vater also ich komme aus Krefeld und in Krefeld ist der erste Mai ein schönes Volksfest, ein Fest der Kulturen wo die Menschen unterschiedlicher Herkunft an ihren jeweiligen Ständeln traditionelle Gerichte anbieten.
00:09:36: Und wenn richtig schönes Wetter ist, dann haben die Spanier eine riesengroße Paella-Falle, die sie auf dem Platz machen.
00:09:42: Bei den Türken kriegt man tolle gegrillte Sardinen Man kriegt so vielfältige Speisen und auch schöne Folklore-Tänze und das ist so ein Fest für alle.
00:09:54: Das schönste Erlebnis ist als ich vor ein paar Jahren noch mal zu Besuch in Krefeld war kam ein Kaffee Duft über die ganze Wiese.
00:10:04: Dann bin ich dem entgegen gegangen und dann war da ein Stand von Äthiopierinnen, die rohen Kaffee auf offener Flamme frisch geröstet haben.
00:10:14: Und daraus dann selber gemahlen haben und den Kaffees aufgerührt haben.
00:10:17: Ich habe noch nie in meinem Leben einen besseren Kaffe getrunken.
00:10:21: Das mit diesem Durft ist einfach schön!
00:10:23: Aber mein Vater hat mich zum ersten Mal mitgenommen.
00:10:25: Mein Vater war selber Metaller und auch Betriebsrat im Waggon- und Maschinenbauunternehmen.
00:10:32: hat mich mitgenommen zum ersten Mai seit, als ich acht Jahre war.
00:10:35: Und seitdem habe ich im Übrigen keinen einzigen Mai verpasst.
00:10:38: Ich fand das einmal krank.
00:10:41: Das ist sehr gut finde ich und mein Vater hat mich deswegen mitgenommen weil traditionelle Familie damit Mutter zuhause mal ein bisschen Ruhe hatte und den Sonntagsbraten vorbereiten konnte uns.
00:10:53: Hat Vater mit seinen Kollegen ein Bierchen trinken können und den Reden lauschen können.
00:10:57: Und ich hatte jetzt zu dem Zeitpunkt logischerweise, wie Kinder so sind noch keinen Sinn für die Reden aber die Falten haben angeboten die Kinderbetreuung zu machen.
00:11:06: Sozialistische Jugenddeutschlands die falten.
00:11:08: So bin ich mit denen in Kontakt gekommen am ersten Mai und bin auch später dort Mitglied geworden und bin mit denen oft auch in Urlaub gefahren.
00:11:15: Das ist aber nur so eine Randnotiz.
00:11:17: Keine Randnotize, also erstens bin ich natürlich selber seit vielen Jahren Falke und das sind die Traditionen, die wir auch in Stuttgart sozusagen in den letzten Jahren eigentlich erst etabliert haben, dass in Stutgard, in Nüttingen, in Esslingen auf die Falken bei uns wieder die Kinderbetreuung am ersten Mal machen.
00:11:32: Ich finde das großartig!
00:11:34: Weil für meinen Vater hatte er tatsächlich den Vorteil, er konnte sich mit den Kollegen unterhalten und Erte Ruhe – er musste nicht auf mich aufpassen, sondern Erte Rue auch den guten Reden zu lauschen.
00:11:44: Und so war das dann, dass ich immer mit zum ersten Mai gegangen bin und habe mich auch immer darauf gefreut.
00:11:49: Dass ich bei den Falken sein konnte, weil irgendwann entstehen da Kinderfreundschaften.
00:11:53: Und je älter ich wurde, desto politischer wurde ich auch.
00:11:57: Auch durch die Falken.
00:11:58: logischerweise bin ich politisiert worden.
00:12:01: Wir sind früher oft in ORK in Schwick gewesen Das ist im Ruhrgebiet Da ist das sozialistische Bildungszentrum Salvatore-Algente.
00:12:11: Genau und so bin ich auch mit der Geschichte von Chile als dreizehnjähriger in Verbindung gekommen Was eine unglaubliche Geschichte ist.
00:12:20: Nun ja, der erste Mai Ich habe dann mit Also ich bin einmal in der Schule sitzen geblieben.
00:12:27: Mit siebzehn Jahren habe ich dann meine Ausbildung angefangen, in der chemischen Industrie und bin relativ schnell auch Jugendauszubildenden-Vertreter geworden später Betriebsrat und ich bin immer zum ersten Mai gegangen.
00:12:36: Wir haben viele Aktionen am ersten Mai gemacht Auch mit der Jugend der alten IG Chemie noch in NRW.
00:12:42: also Ich war nicht immer in Krefeld sondern wir waren auch in Bonn.
00:12:45: als Bonn noch Landeshauptstadt war ne Bundeshauptstadt war, Landeshauptstadt wars ja nie Bundeshauptstatt war waren wir dort zum ersten Mal, haben tolle Aktionen gemacht.
00:12:55: Und ich verbinde mit dem ersten Mai und das ist total wichtig nicht nur ein Feiertag für uns als Arbeitnehmende sondern Ich verbinde damit auch Das Versprechen dass wir immer wieder neu drauf schauen müssen.
00:13:10: wie sind die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen in diesem Land und Nicht nur diesen landes?
00:13:16: erst mal wird er weltweit gefeiert.
00:13:19: aber wenn ich jetzt In der aktuellen Politik sehe welche Angriffe es gibt auf den acht-Stunden-Tag, der damals Auslöser war oder einer der Auslöser war.
00:13:28: Dass man sich am ersten Mai getroffen hat.
00:13:31: Dann weiß ich... Der erste Mai erinnert mich auch jedes Mal daran Wir müssen unsere Werte verteidigen wir müssen unsere Errungenschaften verteidigt und deswegen können wir nicht zu Hause bleiben.
00:13:41: Das ist für mich das Nonplus Ultra Und gleichzeitig ist da natürlich tolle Gemeinschaft, familienfest.
00:13:49: Man kommt zusammen und man unterhält sich.
00:13:52: Man ist nicht immer nur in seinem eigenen Saft sondern hat die Möglichkeit mit vielen anderen Menschen zu sprechen.
00:13:57: Und wenn schönes Wetter ist macht es auch Spaß auf dem Platz Nicht nur den Reden zu hören und der Musik zuzuhören Sondern mit einem Getränk in der Hand Auch sich mit den Kolleginnen und Kollegen zu unterhalten auch aus den anderen Gewerkschaften Zu denen man sonst ja nicht jeden Tag Kontakt hat außer so wie du.
00:14:11: im DGB Haben wir als Metallerin nur an bestimmten Punkten mal Kontakt, aber dann unterhält man sich nicht so intensiv.
00:14:19: Und ich finde das ist so wichtig dass wir auch jungen Menschen nochmal sagen es ist nicht selbstverständlich, dass wir die Bedingung haben, die wir jetzt haben.
00:14:28: Deswegen ist es umso skandalöser, dass offensichtlich die CDU im Bundestag in der Koalition vorgeschlagen hat den ersten Mai als Feiertag abzuschaffen.
00:14:40: Das fand ich so skandalös.
00:14:42: Wenn man jetzt ein bisschen guckt, dann sieht man nur haben vielleicht vorgeschlagen.
00:14:46: Man wird es wohl auch nicht mehr gewahr weil hoffentlich und das ist meine Vermutung die SPD, die mit in dieser Koalition ist den sehr deutlich gesagt hat dass das mit denen niemals machbar ist und deswegen finde ich das auch total wichtig das zu formulieren.
00:15:04: Eine andere Partei vorschlagen würde Pfingsten abzuschaffen oder den Oster-Modag abzus schaffen.
00:15:10: Da würden sämtliche Christen am Morg laufen und zwar zu Recht, ob die CDU sich dagegen werden würde weiß ich nicht weil sie haben ja nichts mit dem Christentum zu
00:15:19: tun.
00:15:21: Du hast also eine lange Verbindung mit dem ersten Mai dieses Jahr, zwanzig sechsundzwanzig ist das Motto erst unsere Jobs dann eure Profite.
00:15:33: Warum dieses Motto?
00:15:34: beziehungsweise?
00:15:34: ich rede jetzt ja nicht mit einem Bundesvorstandsmitglied des DGB, sondern mit dem Metallgeschäftsführer.
00:15:41: Dir wird es ja auch erst mal präsentiert eröffnet genauso wie mir was fängst du mit dem Motor an?
00:15:47: Ich fange da sehr viel mit an weil ich und meine Kollegen hier aus meiner Geschäftsstelle jeden Tag in den Betrieben auf schlechte Nachrichten stoßen.
00:15:56: Jeden Tag kommen irgendwelche Unternehmen und sagen wir müssen Geld sparen Und das machen wir, indem wir uns von Personal trennen.
00:16:07: Weil Auftragseingang ist nicht gut und das ist nachvollziehbar.
00:16:10: Wir wissen dass im Moment die wirtschaftliche Lage sehr schwierig ist.
00:16:14: Aber es gibt auch so unglaublich viele Betriebe Die leider immer wieder sagen Das was wir haben zwar Profite aber das reicht uns nicht.
00:16:23: Wir brauchen mehr Profite und das machen sie auf Kosten der Jobs und zwar nicht nur in Fragen Von Abbau von Jobs.
00:16:32: Das auch ganz konkret weil viele Jobs werden ja noch gebraucht.
00:16:35: Die Arbeit wird ja gebrauchten, aber die wird dann in sogenannten BCCs gemacht.
00:16:40: Früher hat man gesagt Billig, Lohnländer, so haben wir es auch immer genannt.
00:16:46: und mittlerweile sagt man ja nur noch BCC das heißt Best-Cost Country da wo man die besten Kosten hat, da geht das Unternehmen hin, geguckt wird aber immer nur auf die Arbeitskosten was ich sehr tragisch finde weil wenn alles weitere mit betrachtet wird es irgendwann ja nicht billiger.
00:17:03: und insbesondere dann wenn ich in die Tiefen aus der Europas gehe oder auch nach China gehe, dann spielt Umwelt überhaupt keine Rolle.
00:17:11: Arbeitsschutzstandards spielen überhaupt keine Runde!
00:17:15: Und in vielen Bereichen spielt's auch keine Rolle wie Altmenschen sind, wenn sie arbeiten.
00:17:20: Ich sag mal so... Die Arbeitsnormen der ELO International Labour Organization werden in vielen Ländern mit Füßen getreten und auch dafür ist es gut, dass wir am ersten Mal immer auf die Straße gehen und das machen.
00:17:35: Also erstmal erst unsere Jobs dann unsere Profite heißt wir kämpfen um die Jobs und zwar um den Job erhalt aber auch um die Qualität der Arbeit.
00:17:44: Das ist auch ein Bestandteil von.
00:17:45: Wir Kämpfen um unsere Jobs weil dort wo Arbeitsstandards abgebaut werden können Arbeitgeber auch Geld sparen.
00:17:51: Und hier offenbart sich ja der Interessen gegensatz zwischen Kapital und Arbeit.
00:17:56: wenn ich so viel Arbeit bekommen kann, für so wenig Geld wie möglich.
00:18:01: Dann mache ich Gewinne und unsere Interessen sind halt dass wir fair bezahlt werden gute Arbeitsbedingungen haben gesunde Arbeitsbedienung haben weil es geht ja nicht nur darum das sich jeden Tag sieben oder acht Stunden gesund arbeiten kann und abends noch Kraft habe in meiner Familie spazieren zu gehen mit den Kindern zu spielen oder ähnliches.
00:18:18: Es geht auch darum dass ich jede Woche Am Ende der Woche noch so viel Kraft habe, dass ich das Wochenende nicht nur auf der Couch liege sondern etwas tun kann, etwas unternehmen kann.
00:18:27: Es geht darum da sich zum Jahresende hin noch Kraft hat mit meiner Familie Weihnachten zu feiern oder Silvester zu feieren und es geht darum dass ich zum Arbeitslebensende nach vierzig, fünfundvierzig Versicherungsjahren mit dreiundsechzig, vierundsechszig, fünfundsechzechzig oder siebensechzlich gesund in Rente kann.
00:18:45: Ich möchte doch dann den Rest meines Lebens noch so genießen am liebsten mit Freunden und mit Familie, mit allen Menschen die mir sehr wichtig sind.
00:18:54: Möchte ich doch dann gerne noch so fit sein und nicht gebuckelt aus der Arbeit kommen?
00:18:58: Also wenn ich von Jobs rede geht es nicht nur um den Halt der Arbeitsplätze, die für sich hier bleiben müssen sondern auch um die Frage wie arbeiten wir.
00:19:07: Ein gutes Beispiel ist ja ein Teil der WMF.
00:19:12: Die gehören dem französischen Konzern Grup SEP und am Standort den Geißlingen sind das mittlerweile fünf Standorte, nur noch ein standortes Tarif gebunden.
00:19:21: Also die WMf für alle Leute bei denen es nicht sofort klimelt schaut mal auf eure Kaffee Maschine, die könnte von WM f sein aber besonders berühmt natürlich Besteck Töpfe, Pfannen von WMF.
00:19:33: Lange Zeit eigentlich das Insidium für Qualität was man hier vor allem im Südwesten aber auch weiter über hinaus benutzt hat.
00:19:41: Ja und dass mit der Qualität ist mittlerweile so ein Problem.
00:19:44: es werden ja nur noch die Kaffeemaschinen in Geißlingen hergestellt.
00:19:48: Töpfel und Bestecke sind ja schon lange in China Und auch das wird jetzt Insgesamt angegriffen, bei den Kaffeemaschinen verhandeln wir gerade um den Erhalt von Arbeitsplätzen, weil bestimmte Modelle auslaufen und es keine neuen Modelle hier gibt.
00:20:05: Und dann hat die WMF ein sogenanntes Rebound-Programm ins Leben gerufen, wonach sehr viele Arbeitsplätze abgebaut werden sollen.
00:20:14: Das geht... Bei der WM F geht es um drei Standorte, die geschlossen werden sollen.
00:20:19: Nämlich die Messerschmiede in Heiningen.
00:20:21: Da werden hoch hochqualitative Messer hergestellt, geschmiedet mit einer hohen Kompetenz der Beschäftigten.
00:20:30: Das soll zukünftig in China ein Hechern gemacht werden.
00:20:33: Silit in Riedlingen gehört auch zur WMF-Gruppe, soll geschlossen werden auf Ende des Jahres und dann auch in Hecheren gemacht werden.
00:20:42: Und Kaiserbackformen gehört auch zu der WMf Gruppe.
00:20:45: das ist in Dietz bei Mainz und soll auch geschlossen.
00:20:51: Hinzu kommt, dass auf dem Geißlinger Campus noch mal dreihundertfünfzig Arbeitsplätze wegfallen sollen und zwar in den Gesellschaften nicht bei den Kaffeemaschinen sondern in den Gesellschaften die seit Anfang diesen Jahres auch nicht mehr Tarif gebunden sind.
00:21:02: Wo der Arbeitgeber sagt wir brauchen mehr Arbeitszeit.
00:21:03: Zweiundvierzig Stunden wollen sie arbeiten lassen, nicht mehr fünfdreisig Stunden.
00:21:07: Wir brauchen ein anderes Endgelt-System weil das passt alles nicht mehr mit Talent und Elektroindustrie.
00:21:11: Passt nicht!
00:21:11: Wir brauchen einen Endgelsystem was flexibler ist.
00:21:14: und wenn die sagen das was flexipler ist dann meinen sie flexibel für sich und nicht für die Beschäftigten dann meinen sie flexibel im Endgeld nach unten und nicht nach oben.
00:21:26: Und die streuen den Leuten immer Sand in die Augen, sagen jetzt wir machen ja nur ein freiwilligen Programm wer alt genug ist darf vielleicht gehen und locken mit ordentlichen Abfindungen.
00:21:37: Die haben Rückstellungen im dreistelligen Millionenbereich.
00:21:43: Ob das ausreichend ist weiß ich nicht.
00:21:46: aber auch Das heißt, wir kämpfen um unsere Jobs und das ist hier unser tägliches Geschäft.
00:21:52: Und wenn ich mir dann anhöre dass manche Unternehmen hohe Profite machen aber das nicht ausreicht und deswegen überlegt man sich in ein sogenanntes BCC zu gehen also Best-Course Country damit die Profite einfach nur höher werden Dann ist es ein Schlag ins Gesicht für alle Beschäftigten und gut genug dieses Motto zu nutzen um gemeinsam am ersten Mai in Göppingen auf den Schillerplatz zu gehen und mit uns gemeinsam, mit dem DGB und mit den DGB-Gewerkschaften, den Tag der Arbeit zu feiern.
00:22:23: Weil es ist unser Tag der arbeit, unser tag der Gewerkschaften!
00:22:26: Und wir sind diejenigen, die jeden Tag in den Betrieben – mit den Betriebsräten, mit den Vertrauensleuten und mit meinen Gewerkeschaftskollegen zusammen – darum ringen und kämpfen, dass diese Arbeitsbedingungen erhalten bleiben, dass Arbeitsplätze erhalten bleiben.
00:22:39: Jetzt ist es kein Zufall, dass ich heute mit dir rede als Geschäftsführer der Igenetal-Göppingen Geisslingen.
00:22:46: Wir haben auch den ersten Mai bei uns in der Region Stuttgart und Stuttgarz selbst natürlich.
00:22:50: Es gibt einen ersten Mai im Esslingen, in Göppingen, in Nürtingen, in Kirchheim, in Sindelfing, in Weiblingen... Und ich hoffe, das strafft mich jetzt keine Kollege nicht.
00:23:04: dürfte kein Vergessen haben, das sind die in der Region Stuttgart.
00:23:07: In ganz Baden-Württembergs sind es fünfzig Stück hier.
00:23:09: Sitze ich aber mit dir hier!
00:23:11: Was ist denn über die wirtschaftliche Situation hinaus dieses Jahr im ersten Mai in Göttingen besonders?
00:23:20: Ja... Wir haben die besondere Situation, dass wir seit ungefähr zwei Wochen wissen, dass die sogenannte Alternative für Deutschland eine eigene Maikundgebung angemeldet hat, in Göppingen und zwar zentral für Baden-Württemberg.
00:23:40: Mit einem Lineup an Beteiligten die über sämtliche Landtagsabgeordneten und teilweise Bundestagsabgerechteten dieser Partei gehen und als Redner ist angekündigt Oliver Hillburger er ist Gründer und Vorsitzender des Zentrums früher Zentrum Automobil sehr stark in eine sehr faschistische Gegend gehen.
00:24:10: Hilburger selber war früher Mitglied einer Nazi-Band, die heißt Neue Werte mit OI geschrieben, die sehr rassistische Texte hatten.
00:24:22: und mittlerweile sagt er, das waren Jugendzünde aber der war damals schon in einem Alter wo es schon keine Jugendzunde war Und er verbreitet auch Hass.
00:24:32: Betriebsratswahlkampf war sogar Alice Weidel bei ihm verordnet, wollte ihn unterstützen.
00:24:40: Und das ist eine Allianz dieser Partei mit dem Zentrum wo deutlich wird die wollen ganz massiv auch ihre Fingerausstrecken in die Betriebe hinein und wollen dort den Menschen verkaufen dass hier gute Lösungen nur mit denen möglich sind und das Tarifverträge ja gar nicht mehr gebraucht werden, die wollen Gewerkschaften abschaffen.
00:25:07: Und wenn man sich jetzt nicht in Baden-Württemberg unbedingt, aber wenn man im Thüringer Landtag anguckt was da in dem Programm drin steht dann ist es an vielen Stellen Harnbüchen weil absolut albern und nicht durchsetzbar, aber an vielen Egal, ob man einen Migrationshintergrund hat oder ob man Gewerkschafter ist.
00:25:32: Oder ob man Frau ist... Frauen sind da auch in einem ganz besonderen Mars betroffen.
00:25:38: Da weiß man dass da Mächte am Werk sind die den Faschismus und wieder ein Führer wollen Und die machen jetzt hier einen ersten Mai.
00:25:49: Als wir das mitbekommen haben Haben wir uns als erstes gefragt wie kann es einer Kommune oder namentlich einer Stadt wie Göppingen Egal sein, dass genau die ihren ersten Mai ungefähr dreihundert oder vierhundert Meter von unserem traditionellen ersten Mai entfernt machen können.
00:26:07: Und warum sieht man da nicht die Gefahr das es zur Auseinandersetzung kommen kann?
00:26:13: Ich bin weit entfernt davon irgendwelche auseinandersetzungen machen zu wollen aber die Gefahren muss man doch sehen.
00:26:18: und dann muss ich auch als Stadt sagen könnt ihr machen aber ihr seid irgendwo in Ursenwangen oder was weiß ich also außerhalb der Stadt so dass auch die beiden Gruppierungen nicht zwingend aufeinandertreffen.
00:26:32: Und dieser Hauptretner aus dem Zentrum dieser Oliver-Hilburger arbeitet selber ja bei Mercedes in Untertürkeim, der wird dann schon drauf rumhauen wie das Klima spielt ja gar keine Rolle, das sei alles nur Lüge.
00:26:49: weil die Verleugnung auf Wissenschaft und man muss weiter verbrenner Autos bauen Die Arbeitsplätze retten können, alle anderen können das nicht.
00:26:58: Und die Lösung heißt dann bei denen ja okay... ...die Menschen mit Migrationshintergrund sollen weg.
00:27:07: Das sagen sie auch ganz offen und das ist so hoch gefährlich wenn man sich mit den Aussagen der AfD auseinandersetzt wo dieser Weg hingeht.
00:27:17: Entschuldige bitte jetzt weiß ich dass die ein Landtagswahl-Ergebnis eingefahren haben was mich wirklich besorgt.
00:27:27: Und ich weiß auch, dass wir viele Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben haben die AfD-Wähler sind.
00:27:35: Das sind keine Nazis, die die Wähler sind aber das sind auf jeden Fall bei Menschen denen es egal ist, dass es harte Faschisten in dieser Partei gibt.
00:27:48: Ich finde Hatme Kerkling hat das in einem Interview mal sehr deutlich gesagt.
00:27:52: er hat gesagt wenn man was heißt denn in Teilen rechtsextrem?
00:27:58: Und dann hat er das Beispiel gemacht, wenn man in ein Glas Wasser einen Tropfen von einer Kloake reinmacht ist das ganze Glas Wasser versaut.
00:28:04: Dann ist es nicht in Teilen versaut sondern das Ganze Glas Wasser ist versaut.
00:28:08: also was heißt es in Teil und Rechtsextrem zu sein?
00:28:12: Das kann ja nicht sein!
00:28:12: Also die ganze Partei ist rechtsextremen und das muss ich als Wählerinnen und Wähler wissen und eben nicht sagen naja aber die bieten mir wenigstens Lösungen an.
00:28:20: mir geht es schlecht.
00:28:22: Ich verstehe die Wut der Menschen verstehe ich sehr gut.
00:28:26: Ich bin besorgt, weil mein Arbeitsplatz gefährdet ist.
00:28:30: Weil ich möglicherweise arbeitslos werde und weniger Geld habe.
00:28:34: Das, was ich mir an dem Standort aufgebaut habe – die eigene Wohnung, das eigene Häuschen oder das eigene Auto – kann meine Kinder zur Schule schicken.
00:28:42: Der Mittelstand ist so bedroht wie nirgendwo anders, weil gerade der Baden-Württembergische Mittelstand wirklich gut verdient sind.
00:28:51: Die sind jetzt in ihrer Existenz bedrohnt und suchen nach Löserinnen Aber diese AfD ist keine Lösung für die, aber das wählen sie dann trotzdem und das besorgt nicht noch mehr.
00:29:03: Und damit müssen wir umgehen.
00:29:04: deswegen werden wir unseren ersten Mai am Schillerplatz mit so viel Kraft und so vielen Menschen wie möglich durchführen.
00:29:13: Wir werden ein gutes Familienfest haben!
00:29:14: Wir werden unseren ersten mai dort feiern werden einen kleinen Demo-Zug machen der geplantes vom Bahnhof zum Schiller Platz, sodass anderen sind vorbei läuft, sondern wir werden uns auf uns konzentrieren.
00:29:29: Wenn unseren ersten meinen machen und gleichzeitig machen wir gute Aktionen die überraschend kunstvoll sein werden!
00:29:39: Darauf werden wir nicht mehr eingehen.
00:29:41: Das soll ja auch ein bisschen eine Überraschung sein, aber da wird es auf jeden Fall was geben.
00:29:45: Aber nochmal vielleicht zurück zu unserer eigenen Kundgebung wie genau habe ich mir denn überhaupt den ersten Mai in Göpping vorzustellen?
00:29:51: Wenn man jetzt nach dieser enttusiastischen Rede über den ersten May sowieso und noch mal über die konkrete Situation in Göppingen jetzt Lust bekommen hat vorbeizuschauen... Was erwartet denn Besucherinnen und Besucher beim ersten Mai im Göping?
00:30:05: Ja also das erwartet Smiths.
00:30:07: erstmal Überall bei uns was Leckeres zu essen.
00:30:10: Wir werden Krebs machen, sodass die Kinder auch einen schönen Schokokrepp haben oder mit Apfelmus oder ähnlichen.
00:30:18: Die Kollegen von der IGB CE haben immer Brezeln und Kaffee da und ich habe auch ein Kakao für die Kinder.
00:30:26: Es gibt eine Getränkeauswahl.
00:30:27: wir haben Sitzmöglichkeiten und hoffen das schönes Wetter ist dass die Kolleginnen und Kollegen sich mit ihren Familien da auch hinsetzen können.
00:30:35: Und dann wird das Ganze um zehn Uhr starten mit schöner Musik von Finney & Friends.
00:30:41: Eine etablierte Coverband, die wirklich schön einleiten.
00:30:44: in diesen ersten Mai und in der Zeit haben wir natürlich viele gute Gespräche auf dem Platz.
00:30:51: Es gibt bunte Luftballons es gibt ganz viele bunte Infostände auch von Parteien wie SPD, CDU, Grüne – sogar die FDP hat dieses Jahr einen Stand bei uns.
00:31:06: Das zeigt wie vielfältig wir auch sind und wie offen wir auch ist als Gewerkschaften.
00:31:12: Es erwartet die Leute auf jeden Fall dass wir mit vielen Kollegen und Kolleginnen da sein werden und auch Freude haben werden und uns austauschen können über das was wir in den Betrieben tagtäglich haben.
00:31:31: Und es erwarten die Leute auch Begegnungen.
00:31:33: Weil ich treffe vielleicht den Rentner, weder den ich schon lange nicht mehr gesehen habe der in meinem Betrieb gewesen ist und das ist immer sehr schön.
00:31:40: und dann erwartet uns um halb elf die erste Mai rede.
00:31:46: Die wird dieses Jahr gehalten von unserem Kollegen Jonas Weber.
00:31:50: Das ist er.
00:31:51: Es ist also quasi mein Pondor von Verdi in Reutlingen.
00:31:55: Und Verdi-Reutlingen hat halt ein so großes Einzugsgebiet, dass sie sogar auch für uns zuständig sind hier in Göppingen.
00:32:00: Vieles negeralp heißt die geschäftsstelle
00:32:04: Kundigen der Werdy-Zuschichte.
00:32:05: Genau!
00:32:06: Das
00:32:06: ist eine besondere Freude, irgendwie sekretär zu sein.
00:32:09: Da darf man immer lernen... dass es nämlich so ist, dass jede unserer acht Gewerkschaften andere Zuschnitte hat.
00:32:17: Das klingt für die Außenstehenden ganz harmlos aber das sind die Leiden des jungen Gewerkstoffsekretärs erst mal zu lernen welche einzelne Gewerksamkeit ist wo in meinem Landkreis eigentlich zuständig?
00:32:26: Aber gut genügend Gigamat!
00:32:29: Wir freuen uns auf jeden Fall sehr, dass Jonas Larsen wird.
00:32:31: Ein toller Kollege den ich tatsächlich aus meiner Anfangszeit beim DGB schon kenne, der war früher nämlich Jugendsekretär bei dem DGB und hat das Camp in Markelfingen geleitet.
00:32:41: Er hat also tatsächlich ... Das ist so ein Job wo man glaube ich innerhalb von einem Jahr kondensiert zu ziemlich jedem Gewerkschafter, der irgendwie engagiert ist im Waren-Württemberg kennenlernt weil einmal im Jahr sind dann doch die meisten irgendwann mal in Markel fingen und wenn man das dann zwei bis drei Jahre leitet, dann hat man wirklich eine gute Übersicht über die Gewerksamkeit.
00:32:58: Strukturen werden.
00:32:59: Ja, ich finde die erste Meiräte ist auch was Besonderes!
00:33:04: Wir reden ja häufig auf Betriebsversammlungen oder anderen kleineren Versammlungen und auf Mitgliederversammlung oder auch schon mal auf einer Kundgebung.
00:33:11: aber der erste Mai und das sagte ich eingangs, dass es unser Herzens-Tag der Arbeit, unser Kampftag der Arbeit und dazu reden als Gewerkschafter ist nochmal etwas ganz besonderes.
00:33:20: Ich weiß noch, als ich im Jahr zwei Tausend vierzehn das Erste Mal in meinem Leben Meirätner sein durfte Und wie gesagt, mit acht Jahren war ich das erste Mal.
00:33:30: Auf dem ersten Mai, das war im Jahr die Zeit von den Jungs in der Göttingen.
00:33:36: Ich war so stolz, dass ich das sein durfte.
00:33:39: Meine Familie war da, die stolz waren und es kam hinterher Kollegen zu mir, die ich nicht kannte, die den Inhalt der Rede gelobt haben.
00:33:47: Man kommt ganz toll hinterher ins Gespräch war genauso stolz als ich letztes Jahr wieder in Göppingen reden durfte.
00:33:54: Da habe ich dann mit der Kollegin Julia Gruber von der EGBZ zusammen.
00:33:58: aus Ulm, haben wir im Duett eine Rede gehalten die sehr abwechslungsreich war.
00:34:03: Eine junge Frau und ein älterer Gewerkschaftskollege also ich haben verschiedene Themen super angesprochen.
00:34:11: das hat mir auch sehr viel Freude gemacht Kommt mit Jonas jemand, der wenn ich richtig informiert bin auch junger Familienvater ist und natürlich aus seinem eigenen Blick auf viele Dinge hat.
00:34:23: Weil als Vater, als junger Vater hat man nochmal andere Verantwortung für Familie Und das was bei Verdi in den vielen, vielen Bereichen die Verdi ja abdeckt los ist.
00:34:35: Das ist ja noch mal etwas ganz Besonderes.
00:34:37: wir bei uns in der Metall- und Elektroindustrie haben unsere Wir haben unser Elektrohandwerk, wir haben unser KFZ-Handwerk.
00:34:43: Wir haben Textil und Bekleidung.
00:34:46: Und wir haben noch ein paar andere Gewerke die bei uns Mitglied sind.
00:34:53: aber Verdi ist da nochmal vielfältiger aufgestellt und anders strukturiert und da freue ich mich jetzt schon darauf dass so einem guter junger Kollege eine bestimmt tolle Rede halten wird.
00:35:03: dann kommt wieder Musik von Phinean Friends und man sitzt einfach gemütlich zusammen als Familienfest.
00:35:09: Und unterhält sich mit den Menschen, mit denen man sie schon erhalten will.
00:35:14: Und so gegen... ...viertzehn Uhr ungefähr wird der Platz aufgeräumt.
00:35:18: auch das geschieht gemeinschaftlich immer unter dem Motto viele Hände schnelles Ende werden wir morgens ab acht Uhr den Aufbau machen und dann um vierzehnt Uhr gemeinsam abbauen und dann ist es für uns als Gewerkschafter Natürlich eine Pflicht und Ehre, dass wir dann gemeinsam auf die Innenräute rauf fahren.
00:35:36: Das ist das Naturfreunde Haus oberhalb von Geißlingen.
00:35:40: Dort werden die Naturfreund ihr Wander- und Familienfest machen Und das unterstützen wir immer als Gewerkschaft wie als Eigenmetall ganz besonders weil wir da auch eine enge Verbindung zu haben.
00:35:50: Auch dort oben haben wir eine Liveband Die Covermusik macht, die Leute können tanzen können miteinander Spielen, die Kinder haben Spielmöglichkeiten.
00:36:00: Die Leute können sich gut unterhalten Es gibt Grillwürste und es gibt was zu trinken Es gibt Kuchen Und es gibt glaube ich den besten Kartoffelsalat Zwischen München und Hamburg, dem man sich vorstellen kann.
00:36:13: Also insofern Wer Zeit und Lust hat und einen ganzen Tag mit uns verbringen will Kommt zum ersten Mal an den Chillerplatz Kommt nachher gemeinsam mit uns drauf.
00:36:22: Entschuldigung bitte Gemeinsam mit uns.
00:36:25: rauf auf die Immenreute, dann haben wir einen wunderbaren Tag.
00:36:29: Wir wissen das.
00:36:31: nicht.
00:36:31: weit von uns.
00:36:31: die AfD eine Kundgebung hat.
00:36:33: Wir gehen davon aus dass sie nicht so groß wird wie unsere.
00:36:36: Wir werden sie nicht ignorieren aber wir werden sie auch nicht supporten weil wir uns auf uns konzentrieren.
00:36:41: Wir sind die Gewerkschaft und wir machen unsere Jobs und erst dann deren Profite.
00:36:47: Das könnte ein wunderbares Schlusswort sein Aber es ist Tradition in diesem Podcast, dass man zum Ende immer noch darauf vertraut das ich in der Gesprächsführung versagt habe.
00:36:57: Der Gast also denkt mein Gott die wichtigste Frage hat er gar nicht gestellt.
00:37:00: deswegen hast du am ende immer noch die Möglichkeit.
00:37:02: Micha was willst du zum Abschluss noch sagen so was du eventuellen nicht gekommen bist?
00:37:07: Ja wozu bin ich nicht gekommen?
00:37:11: vielleicht nochmal ein Appell an alle Menschen die aufrecht durch dieses Leben gehen.
00:37:21: Wir haben am zweiten Mai, den Fehler gemacht das zu ignorieren.
00:37:24: Wir als Gewerkschaften haben dann aber auch die Klatsche gekriegt und das dürfen wir nicht nochmal machen.
00:37:33: Und deswegen mein Appell an alle Beschäftigten egal in welchem Bereich diese Beschäftigte sind ob es schlechte Bedingungen sind in der Pflege oder Schulen oder Kindertagesstätten oder in der Industrie oder im öffentlichen Dienst.
00:37:49: Leute, lasst uns zusammen darüber reden wie wir das verbessern können.
00:37:51: Lasst uns gemeinsam und solidarisch darüber reden, wie wir es verbessern werden können Aber lasst nicht in die Arme derer laufen, die uns einfache Lösungen für unglaublich komplexe Probleme versprechen weil das hilft nicht.
00:38:04: Wir haben jetzt eine sehr massive Wirtschaftskrise aber das ist ja nicht die einzige Krise die wir haben.
00:38:14: Ich nenne immer ganz gerne eine global galaktische Polykrise Weil das ist so weltumspannend.
00:38:21: So alle umspannenden sind diese Krisenszenarien und die eine greift in die andere über, und die verstärken sich auch noch gegenseitig.
00:38:28: Jetzt haben wir den Krieg in der Ukraine, der mittlerweile häufig vergessen wird weil der Krieg im Iran die Schlagzeilen beherrscht.
00:38:34: Und wir haben ja auch Timmy, der in der Ostsee irgendwo dahin dümmbelt und mehr Schlagzahlen macht als die Kriege zurzeit.
00:38:41: Aber es ist halt so dass wir sehr viele Einflüsse haben, die negativ auf unsere Wirtschaft wirken auf unsere Arbeitsplätze Druck machen.
00:38:49: Auf uns als Menschendruckmann, auf uns als Gesellschaftdruckmann und das können wir nur hinkriegen indem wir zusammenhalten und nicht einfach sagen lasst doch mal jetzt die, die sich alternativen denn dass man machen und dann wird schon alles gut.
00:39:01: Das wird es nicht werden und ich vertraue da auf die Schwarmintelligenz.
00:39:06: Micha vielen Dank, dass ich zu Gast sein durfte.
00:39:08: Sehr gerne.
00:39:09: Ich hole mich im Gewerkschaftshaus.
00:39:10: Super Peter!
00:39:11: Vielen dank dir alles Gute.
00:39:20: Arbeitswelt Podcast.
00:39:21: Ein Podcast der Dinkebierige und Stuttgart, Redaktion und Schnitt Peter Schardt.
Neuer Kommentar